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Mon, 04 Aug 2008 - 11:42
Urlaub 2008, Sturmwarnung, eingeweht in Wedel. Das geht ja gut los, dieses Jahr. Hoffentlich können wir morgen weiter. Wer mit mir in Urlaub fährt hat es nicht leicht, ich bin eine Art Sturmgott, glaube ich. Starkwinde lieben mich und wehen gerne um mich herum. Die Ansage "W-NW 6, in Böen 9" klingt aber wirklich nicht verlockend um mit einem Kleinfahrzeug nach Brunsbüttel zu eiern. Also hier abwettern. Immerhin gibts umsonst Internet.
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Der Traditionsschiffer an sich ist ja ganz traditionell, wenn es darum geht das Unterwasserschiff mit modernen Anstreichsystemen (den älteren Lesern als sog. Farben bekannt) zu beklecksen. Das macht man schön auf dem natürlichen Trockenfallplatz. Für die Vogel- und Fischpopulation bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.
Auch dieses Jahr findet im Harburger Hafen wieder ein Hafenfest statt. Alle Details bekommt ihr durch einen klick aufs Bild:
Anfahrtsbeschreibung zu Wasser: Bei Elbkilometer 615 aus der Süderelbe durch die Hafenschleuse Harburg, nach der Schleuse gerade aus und vor der Klappbrücke hart Steuerbord, schon seid ihr an der Festmeile. Die Süderelbe müsst ihr alleine finden. Von See kommend kann der Harburger Binnehafen für Schiffe bis zu 51m Höhe mit stehendem Mast erreicht werden (vorher über die Öffnungszeiten der Kattwykbrücke informieren, im Moment klemmt die im geöffneten Zustand, kann also jederzeit passiert werden, aber vielleicht bekommen die sie ja wieder los).
Antrittsbesuch einer Königin: Diesmal die Queen Victoria. Als anständiger Hamburger fährt man da natürlich mal gucken und testet gleich die Feuerwerksfestigkeit der Kamera. Klick auf die Bilder bringt die große Version zu Tage für den Bildschirmhintergrund.
Wir professionellen Shipspotter waren uns schnell einig, daß die italienischen Bootsbaumeister offentsichtlich beim Schornstein anschrauben einen im Tee hatten, der müsste nämlich anders rum stehen. Von weitem, wo man den Rumpf und somit den klar erkennbaren Bug, nicht sehen konnte war dem Beobachter nämlich völlig unklar, wo bei dem Ding eigentlich vorne und wo hinten ist. Quasi der Bobtail unter den Atlantik-Linern.
Aber ansonsten macht Cunard seine Schiffe immer noch schöner als alle anderen (außer vielleicht die norwegische Post, die Hurtigruten-Dampfer sind auch ganz gelungen).
Nachdem Aleks die Frage aufgeworfen hat will ich diese nun auch mittels Tanjas Blogeintrag zu beantworten versuchen (da hab ich das Bild geklaut, ich hatte wie immer meinen Photoapparat nicht dabei).
Meiner Theorie nach handelt es sich bei dem Teil, der gemeinhin für ein Rettungboot gehalten wird (das Orange Zäpfchenförmige Teil dort am Schiff) um den eigentlichen Walvibrator. Wenn wütende weiße Wale das Schiff angreifen werden diese damit in einen Zustand wohlwollender Zufriedenheit stimuliert (funktioniert nur bei weiblichen Walen).
Ostsee im September (Nachtrag)
Viele Leute vergleichen den Segelsport ja damit unter der kalten Dusche zu stehen und dabei 100Euro-Scheine zu zerreißen. Aber wenigstens ist es beim Segeln üblich sich gegen das kalte Wasser zu schützen.

Das Wetter ist eigentlich ja recht sonnig, aber es war halt viel Wind und da gibt es die kalten Duschen dann halt von unten aus dem Meerwasser. Das Photo ist übrigens von Mitsegler Thomas, danke dafür.
Von Vordingborg ging es dann am nächsten Morgen weiter Richtung Spodsbjerg an der Ostküste von Langeland. Dazu sind wir westwärts durch "Smalands Fahrwasser" gesegelt (das ist hier). Da wir eine doch recht frische Brise (6Bft, in Böen 7) aus West-Nordwest hatten mussten wir hier kreuzen und haben etwas länger gebraucht. Den großen Belt haben wir dann im dunkeln gequert. Da dort Schiffahrtsmässig echt was los ist, eine interessante Aktion. Das alberne Radar an Bord unseres Bootes hat nicht geholfen, sehr praktisch war aber der Kartenplotter um auf einen Blick sehen zu können, ob man noch im Fahrwasser der großen ist oder nicht.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Bunte Lichter man in einer solchen Gegend nachts auf dem Wasser zu deuten hat und dank Seekarten und geregelter Lichterführung von Schiffen auch deuten kann. In Spodsbjerg waren wir dann abends um 11 endlich fest und sind dann auch recht zügig in die Koje.
Am nächsten Morgen war der Wind dann auf Südwest gedreht, was auch genau unsere Fahrtrichtung war. Also wieder kreuzen. Wir sind dann dicht unter der Südspitze von Langeland durch und konnten dann einen angenehmeren Kurs nach Marstal setzen. Allerdings waren wir nun aus der Landabdeckung von Langeland endgültig raus und es setzte eine beeindruckende Welle. Bei Seegang deutlich über 1m, einzelne Wellen wohl sogar über 1,5m, geht es schon gut zur Sache. Der Anleger in Marstal gestaltete sich wegen kräftigem Windes auch etwas schwierig, aber da viel Platz im Hafen war konnten konnte nichts schiefgehen.
Am nächsten Tag haben wir einen Hafentag eingelegt, da der Wind nicht weniger werden wollte, die Richtung die gleiche blieb und wir einfach keinen vernünftigen Zielhafen finden konnten, den man hätte sinnvoll erreichen können und der so gelegen wäre, daß wir unseren Abgabetermin auch nicht gefährden. Also haben wir uns das Seefahrtsmuseum in Marstal angesehen und ich bin dann noch etwas spazieren gewesen.
Heute ging es dann zurück nach Heiligenhafen. Mit 5Bft aus Südwest und Kurs Südost lief das Boot absolut super. Optimales Segelwetter, sehr entspannte Fahrt. Es ging nur geradeaus und das hat der Autopilot erledigt, so das wir nur Ausguck halten mussten und einmal eingreifen, damit wir nicht gegen eine Tonne auf dem Weg knallen.
Insgesamt war der Törn 201,5 Seemeilen laut Log. Mit Viel Wind schafft man auch viele Meilen.
Ostsee im September, erster Teil
Am Samstag haben wir in Heiligenhafen unser Boot übernommen. Das Boot, daß wir eigentlich gemietet hatten war nicht verfügbar (angeblich wegen eines schweren Schadens, dabei war das Ding eindeutig noch schwimmfähig). Wir haben dann ein etwas größeres bekommen, was zur Folge hat, daß das ganze doch sehr geräumig ist für 2 Personen. Wens interessiert, hier gibt es die Schiffsdaten zum Staunen. Leider sind alle Winden und Leinen an Bord etwas schwergängig (hat wohl einer mit Fett gegeizt), daher gibt es ordentliche Muskelkater von den Manövern.
Samstag sind wir dann wegen starkem Windes nicht mehr ausgelaufen, 8Bft in Böen 11 sind doch etwas heftig. Früh am Sonntag (10:10 auslaufen, wir waren zwar wahrscheinlich die letzten aber doch Stolz auf den Frühstart) sind wir dann los, erstmal durch den Fehmarnsund und dann mit gutem Wind von Steuerbord-Achtern Richtung Gedser. Da ging es dann etwas nördlicher weiter, was uns direkten achterlichen Wind bescherte und um 20:50 haben wir in Hesnaes Havn festgemacht. Immerhin 55,7 Seemeilen laut Log.
Heute ging es dann weiter in den Groensund. Wegen eher späten Start aber nicht sehr weit, so daß wir nach weiteren 22 Seemeilen in Vordingborg in den Nordhafen einliefen. Gutes timing, denn just als wir fest waren und uns ein Bier zur Belohnung öffneten begann es ach zu regnen.
Da ist hier gratis WLAN im Hafen gibt habe ich gleich mal in die Tasten gehauen.
Schade: Queen Mary 2 nicht abgelichtet
Da meine Photos vom Auslaufen der QM2 alle nichts geworden sind (mein Billigphotoapparat ist nicht dazu gemacht um auf einem zitternden Motorboot Nachtaufnahmen zu machen befürchte ich) gibts einfach mal wieder einen kitschigen Sonnenuntergang. Zu sehen ist das Container Terminal Altenwerder vor der untergehenden Sonne. Am Bildrand zu erkennen: Dem Aleks sein Boot.
Click aufs Bild führt zu großer Version zum Bildschirmhintergrund bauen.
Wochenende in der Rentnerbucht
Dieses Wochenende haben wir (also Aleks und ich) mal die Rentnerbucht heimgesucht und dort von Samstag auf Sonntag maximal rumgehangen. Samstag war es auch richtig schön und so konnten wir uns ankernderweise einen gepflegten Sonnenbrand einfangen. Einen kitschigen Sonnenuntergang gabs gratis dazu.
Um nicht in vollkommene Faulheit zu verfallen hat Aleks irgendwann begonnen seine Fender zu schrubben. Da konnte ich mich noch ganz gut zurückhalten, aber dann hat er eine Flasche Yachticon Fenderfrisch aus einem Schwalbennest gezaubert. Während ich erst doch etwas lachen musste (es fällt mir schwer an solche Wunderprodukte zu glauben - besonders wenn sie so alberne Namen haben) hat mich das Ergebnis dann doch überzeugt.
So habe ich dann auch meine Fender nacheinander rangeholt und die sehen echt aus wie neu nach der Behandlung. Ein zarter seidenmatter Glanz und das Wasser perlt ab, wie beim Auto nach der Heißwachsbehandlung. Faszinierend, ich glaube ich kaufe mir noch ein paar Produkte aus diesem Hause, die haben auch noch Spinnenmord und Decks-zipp-zapp oder so ähnlich.
Gegen Ende der Aktion habe ich dann auch mal die Warnhinweise auf der Flasche gelesen. Man hätte das nur mit Handschuhen und Gesichtsschutz verarbeiten dürfen. Naja, irgendwas ist ja immer - und bis jetzt sind uns die Hände auch nicht abgefault.
Die Rückfahrt am Sonntag fand leider in ergibigem Dauerregen statt, was den Spaß etwas dämpfte. Aber zum Abschluß gibt es noch ein schickes Kunstbild... was ein bischen drehen aus einem Bild so machen kann ist faszinierend.