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Tue, 27 Jul 2010 - 19:41
Wikileaks hat also zigtausend Berichte aus dem Afghanistankrieg veröffentlicht. Natürlich müssen die Militärs reflexartig "das gefährdet die Sicherheit" schreien, denn wenn es nach Militärs geht, dann muss alles geheim sein. Das ist aber nur das übliche Verhalten und ernst nimmt das keiner - bestenfalls weckt das noch ein müdes lächeln. Ich gestehe nicht alle Berichte gelesen zu haben, aber wenn man sich so die Extrakte, Kommentare und Zusammenfassungen der Presse anschaut, dann ist das eigentlich faszinierende, das da nix zu stehen scheint, was nicht sowieso jedem denken Menschen klar ist. Im Krieg leiden in erster Linie Zivilisten. Alle beteiligten Truppen haben haufenweise Bauern, Kinder, Mütter - eben unbeteiligte auf dem Gewissen. Einige werden getötet, anderen wird die Lebensgrundlage zerstört. Es gibt keinen sauberen Krieg. Und in einem Krieg kann man keinem Land den Rechtsstaat bringen, denn eben diese rechtstaatlichen Prinzipien werden von Truppen im Kampf immer mit Füßen getreten. Wer etwas anderes glaubt ist einfach knalledoof. Wer Soldaten in den Krieg schickt, weil er meint damit etwas gutes tun zu können ist sogar doof und gefährlich. Und die Dokumente? Sie sind nicht wichtig, die Erkenntnis ist nämlich alt. Und deswegen werden sie nichts ändern, denn sie sagen nur was ehh jeder wusste. Wer vorher dachte Krieg würde irgendein Problem lösen, der wird das auch weiterhin glauben. Und jetzt würde ich mir wünschen, wir kommen zurück zu einer Verteidigungsarmee. Aber das habe ich mir auch schon vorher gewünscht. Ich bin mit dem Mantra "nie wieder darf von diesem Land Gewalt ausgehen" groß geworden. Leider muss ich es zu "die Gewalt, die von diesem Land ausgeht muss Enden" revidieren. Ich würde mich riesig freuen irgendwann wieder Kindern den alten Text aufsagen zu können.
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Vom Umgang mit Consumerelektronik
Es gibt verschiedene Arten mit den allgegenwärtigen elektronischen Gegenständen umzugehen, die man heute an jeder Ecke bekommt. Ich will hier einige Beispielbenutzertypen geben - Als Beispiel nehme ich mal den Benutzer eines iPhone:
Der Konsument: Für ihn wurde das Gerät entwickelt. Er nutzt das iPhone zum telephonieren, um im Internet zu surfen und um Apps aus dem Appstore zu verwenden. Meistens hat er Spaß mit seinem iPhone.
Der Hacker: Er benutzt sein iPhone für irgendwas, an das Apple beim Bau nicht gedacht hat und das er auf wundersame weise diesem Gerät trotzdem beibringen konnte. Er hat eine Menge Spaß an dem Gerät und freut sich über seine vorgenommenen Änderungen.
Der, der Hacken für cool hält: Er beschwert sich, daß sein iPhone irgendwas nicht kann und Apple deswegen scheiße ist. Dann versucht er die Funktion selber einzubauen und als Ergebnis funktioniert das iPhone nur noch als Briefbeschwerer - und dann meckert er, daß Apple nicht Kostenfrei ein neues iPhone rausrückt um ihn in seiner destruktiven Jugend-Forscht Methodik zu unterstützen. Er freut sich darüber meckern zu können wie scheiße der Hersteller ist und dann freut er sich besonders darin immer wieder bestätigt zu werden.
Das gleiche Beispiel funktioniert auch mit PKWs. Typ 1 fährt damit einfach Einkaufen. Typ 2 baut Spoiler an und legt selber tiefer und freut sich seiner Bastelarbeiten. Typ 3 haut mit dem Vorschlaghammer gegen den geregelten 3-Wegekat, weil er glaubt davon würde das Auto schneller und beschwert sich dann bei VW, daß er durch die ASU gefallen ist.
Volkswirtschaftlicher Weitblick veranlasste die zuständingen Straßennamenvergeber wahrscheinlich dazu diese Brücken direkt nebeneinanderzulegen.
Ob es eine Statistik gibt von welcher der zwei Brücken schon öfter Leute runtergesprungen sind?
Wie das Controlling zeigt, daß es ihnen nicht um die Zahlen geht? Sie schreiben es hin. Und eine riesengroße Null daneben. Mit einem Rot hinterlegten Ausrufezeichen.
Einem Artikel der Welt nach will die Bundesregierung für 568Milliarden Euro, die deutsche bei den Banken liegen haben bürgen und somit Sicherheit für Spareinlagen zeigen.
Was ich dabei nicht verstehe ist, wie das gehen soll. Die Jährlichen Gesamteinnahmen der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2008 werden auf 283,2 Milliarden Euro geschätzt (Quelle). Und da sind die neu gemachten Schulden des Staates schon drin.
Wenn also nur 50% dieser Bürgschaft abgerufen werden, dann heißt das, daß der Staat etwas länger als Jahr lang keinen Cent ausgeben kann - Keine Bundeswehr, kein Arbeitslosengeld, keine Botschafter im Ausland - nichtmal Bundesbeamte bei den Finanzverwaltungen, was die Einnahmesituation noch verschlechtern dürfte. Mal abgesehen davon, daß viele Ausgaben rein rechtlich nicht so einfach gestoppt werden können.
Wenn diese Bürgschaft also abgerufen wird, dann werden die Steuerzahler daran viele Jahrzehnte abzahlen müssen. Und das für ein zockendes Managervolk bei den Bänkern - und deren riesige Guthaben, die sie in ihrer Karriere angesammelt haben. Die Mittel kommen natürlich auch aus den Steuern, die jeder zahlt, selbst wenn er eigentlich kaum genug zum Leben hat, wie der Mehrwertsteuer. Genial!
Ich bin begeistert: Aus dem Newsticker sind wieder faszinierende Erkenntnisse gepoltert. Nicht nur wird dort von der größtmöglichen Entwarnung gesprochen, was eine wunderschöne Wortschöpfung ist, es wird auch noch auf überzeugende Art und Weise die Welt schöngerechnet:
Der in die Elbe gekippte Diesel verdunstet zu 98%. Von 300 Tonnen bleiben nach der Verdunstung also 6 Tonnen übrig. Und weil insgesamt 5 Tonnen abgeschöpft wurden (alleine für sich schon ein Hinweis darauf, wie gut die Ölbekämpfungsmaßnahmen so funktionieren) ist kaum noch was über.
Das die genau die 5 Tonnen beim Abschöpfen erwischt haben, die nicht verdunstet wären halte ich mal einfach für einigermaßen unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, daß von den 5 Tonnen ungefähr 20% nicht verdunstet wären, was also so pappig ein Tonne ist (unter der Annahme, das die nicht sofort geschöpft haben, sondern schon Teile verdunstet waren ist das wohl einigermaßen realistisch). Also hat man von gut 300.000 Litern Gasöl gut 1000 Liter mit Ölsperren beseitigt (Öl hat ja eine kleinere Dichte als Wasser, deswegen ist eine Tonne etwas mehr als 1000 Liter - an dem Verhältnis ändert das ja aber nix). Um die restlichen 299.000 Liter hat sich die Natur alleine gekümmert. Ein Hoch auf die Ölsperren, wenn diese Zahlen stimmen.
Und zu dem Thema, das dann ja kaum etwas übrig ist: Kippt mal vor den Augen der Umweltbehörde ein Schnapsglas voll Diesel in die Elbe und schaut, was die dann für einen Aufriß machen. Mal sehen ob die dann immernoch sagen "weniger als 'ne Tonne, macht ja nix".
3mal3 macht 6, wididiwitt und 3 macht neune - ich mach mir die Welt, widiwidiwie sie mir gefällt.
Und ja, meine Rechnung hinkt auch, warum sollte ich mir mehr Mühe geben, ich bin ja nicht mal Journalist. Aber selbst wenn man nur die beiden Zahlen subtrahiert, die einigermaßen nach Fakten aussehen (300 verlorene Tonnen minus 5 abgeschöpfte), bleiben 295 Tonnen Diesel in der Elbe, die die Natur alleine losgeworden ist - Und wie wir von oben wissen sind das mehr als 98%.
Motivierende Liedtexte von 1982
Und kost' Benzin auch 3 Mark 10 - Scheißegal, es wird schon geh'n[Markus - Ich will Spaß]
Das sind übrigens 1,58 Euro (so ungefähr). Markus war seiner Zeit also ca. 26 Jahre voraus.
Heute in "Große Überraschung aus Bayern": Ein öffentliches Bauprojekt könnte teurer werden als am Anfang angenommen. Verpassen Sie nicht die morgige Folge, wenn es heißt "Huiii, mein Nachbar wohnt neben mir".
Die Naturburschen von Greenpeace
Unsere Naturverbundenen Jungs und Mädels von Greenpeace haben in einem Experiment zurück zur Natur gefunden:
Es passierte kurz vor Ende einer spektakulären Greenpeace-Aktion: Beim Einrollen des riesigen Plakates, das als Protest gegen den geplanten Bau des Kohlekraftwerks Moorburg an die Außenwand des 108 Meter hohen Radisson SAS Hotels gehängt wurde, verletzte sich am späten Donnerstagabend eine Aktivistin der Umweltschutzorganisation. [Quelle]
Und die Moral von der Geschicht: Große Transparente sind für Winterstürme nicht.
Hier mal ein kleiner Ausschnitt der Webseite eines ortsansässigen Essensbringdienstes: