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Fri, 21 Sep 2007 - 22:01
The Brave One (Urlaubsbedingt abwesend)
Da ich lecker Segeln war (siehe dieses Blog, genauer hier und hier) habe ich Aleks ins Kino geschickt um meine Dauerkarte abzusitzen. Dankenswerterweise hat er sich auch als Schreiberling vertan und daher kann man hier lesen was gegeben wurde.
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Von Vordingborg ging es dann am nächsten Morgen weiter Richtung Spodsbjerg an der Ostküste von Langeland. Dazu sind wir westwärts durch "Smalands Fahrwasser" gesegelt (das ist hier). Da wir eine doch recht frische Brise (6Bft, in Böen 7) aus West-Nordwest hatten mussten wir hier kreuzen und haben etwas länger gebraucht. Den großen Belt haben wir dann im dunkeln gequert. Da dort Schiffahrtsmässig echt was los ist, eine interessante Aktion. Das alberne Radar an Bord unseres Bootes hat nicht geholfen, sehr praktisch war aber der Kartenplotter um auf einen Blick sehen zu können, ob man noch im Fahrwasser der großen ist oder nicht.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Bunte Lichter man in einer solchen Gegend nachts auf dem Wasser zu deuten hat und dank Seekarten und geregelter Lichterführung von Schiffen auch deuten kann. In Spodsbjerg waren wir dann abends um 11 endlich fest und sind dann auch recht zügig in die Koje.
Am nächsten Morgen war der Wind dann auf Südwest gedreht, was auch genau unsere Fahrtrichtung war. Also wieder kreuzen. Wir sind dann dicht unter der Südspitze von Langeland durch und konnten dann einen angenehmeren Kurs nach Marstal setzen. Allerdings waren wir nun aus der Landabdeckung von Langeland endgültig raus und es setzte eine beeindruckende Welle. Bei Seegang deutlich über 1m, einzelne Wellen wohl sogar über 1,5m, geht es schon gut zur Sache. Der Anleger in Marstal gestaltete sich wegen kräftigem Windes auch etwas schwierig, aber da viel Platz im Hafen war konnten konnte nichts schiefgehen.
Am nächsten Tag haben wir einen Hafentag eingelegt, da der Wind nicht weniger werden wollte, die Richtung die gleiche blieb und wir einfach keinen vernünftigen Zielhafen finden konnten, den man hätte sinnvoll erreichen können und der so gelegen wäre, daß wir unseren Abgabetermin auch nicht gefährden. Also haben wir uns das Seefahrtsmuseum in Marstal angesehen und ich bin dann noch etwas spazieren gewesen.
Heute ging es dann zurück nach Heiligenhafen. Mit 5Bft aus Südwest und Kurs Südost lief das Boot absolut super. Optimales Segelwetter, sehr entspannte Fahrt. Es ging nur geradeaus und das hat der Autopilot erledigt, so das wir nur Ausguck halten mussten und einmal eingreifen, damit wir nicht gegen eine Tonne auf dem Weg knallen.
Insgesamt war der Törn 201,5 Seemeilen laut Log. Mit Viel Wind schafft man auch viele Meilen.