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Tue, 10 Apr 2007 - 20:08
Wenn der CSU-Mann Glos vorschlägt die Einkommensteuer zu senken bekommt er mächtig Schelte, mit Argumenten, die man durchaus nachvollziehen kann. Auch einen Abbau der Neuverschuldung (Abbau von Schulden ist ehh ein Traum, der mit unseren Weichspülpolitikern keiner erleben wird, aber vielleicht kann man wenigstens etwas weniger neue Schulden machen) ist ja ein durchaus erstrebenswertes Ziel. Unverständlich ist mir aber, daß vor einem Monat als mal wieder die Unternehmenssteuern gesenkt worden sind keiner daran Anstoß nahm. Niemand war zu hören, der erstmal die Neuverschuldung senken wollte. Auch von nicht finanzierten, aber beschlossenen Großprojekten, die jetzt angeführt werden, war da kein Wort zu hören. Da wahrscheinlich die meisten Politikgrößen ihren Lebensunterhalt aus Aktiengewinnen (entweder direkt oder über unverhältnismässige Aufsichtsratmitgliedsentlohnungen) bestreiten sollte man sich wohl nicht wundern. Wer beruflich in erster Linie anders tätig ist, macht dann halt Politik auch in erster Linie für seinen Hauptberuf, und eher nicht für die Leute, die den Staat finanzieren... und das Gros der Staatseinnahmen kommt von zahlenden Arbeitnehmern. Da ist nicht nur die Lohnsteuer, sondern auch das gesamte Mehrwertsteueraufkommen. Da kommt was zusammen. Die ach so gescholtenen Unternehmen halten sich ja überwiegend aus dem Steueraufkommen raus. Also nicht wundern, nur ärgern. Und bei der nächsten Wahl nicht wieder auf leere Versprechen reinfallen. Die 5 Milliarden Euro, die jährlich fehlen, hätte man übrigens auch so verteilen können, daß jeder Hartz IV-Empfänger 1000Euro (es sind nämlich ungefähr 5,2Millionen Menschen die von Hartz IV leben müssen) bekommt. Erscheint mir so, als könnten die das besser gebrauchen.
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Heute in der Sneak: Shooter. Standardverschwörungsfilm nach Schema f.
Worum geht's? Ein Scharfschütze wird gelinkt und sein Kollege wird erschossen. Drei Jahre später fällt er wieder auf die Regierung rein, und wird wieder gelinkt. Doof bleibt eben doof, da helfen keine Pillen. Aber jetzt ist er richtig echt wütend und knallt alle ab, die was damit zu tun haben. Ein wenig "wir sind die Regierung, uns kann man nix anhaben" ist auch noch dabei, gehört bei einem guten Verschwörungsfilm eben dazu.
Das Ergebnis ist eine Mischung aus "Staatsfeind Nr. 1" und Rambo im Inlandseinsatz. Muß man nicht gesehen haben, diesen Film, aber er unterhält einen doch immerhin, so daß man es auch nicht bereuen muß ihn zu sehen.