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Sat, 10 Sep 2005 - 13:42
Geschartert haben wir bei PCO. Dieser Vermieter hatte den professionellsten Internetauftritt, mit guten Beschreibungen der Boote und ihrer Ausrüstungen, sowie der Verfügbarkeit der Boote. Der gute Eindruck dieser Charteragentur setzten sich in so fern fort, als das die Unterlagen zügig geschickt wurden und Fragen schnell beantwortet. Insgesamt war alles gut, solange bis wir mit dem Mann vor Ort in Laboe loslegen durfte. LaboeDer Herr dort war leider nicht der Typ Mensch, der klare Aussagen treffen würde. Oder sich gar an Abmachungen halten. Das ist etwas nervig und auch sehr anstregend, wenn man ihm jede Aussage aus der Nase ziehen muß. Vom Gefühl her würde ich daher sagen: PCO kann man wieder nehmen, aber kein Boot aus Laboe. Aber die haben ja auch noch genug andere Standorte. Naja, wir sind dann am Freitag, den 2.9.2005, in Laboe an Bord gegangen und haben unseren Kram verladen. Am nächsten Morgen dann die offizielle Übernahme des Bootes, wir hatten die Checkliste zum Glück schon weitesgehend abgearbeitet und so ging das recht fix. Übernommen haben wir dort eine Oceanis 311, gebaut von Beneteau (Photo hier). Das Boot an sich war in Ordnung, aber mit mehr als zwei Leuten wird es schon sehr kuschelig. Außerdem war meines erachtens das größte Manko, daß man sich auf dem Vorschiff nur bedingt vernünftig bewegen kann, man steht ständig auf irgendwelchen Leinen etc. Etwas größer ist schon mehr. Was die Innenausstattung angeht, war zwar alles nötige vorhanden, aber es wurde jede Menge Platz durch undurchdachtes Design verschenkt, weswegen Stauraum wirklich arg Knapp war. Mit mehr als zwei Leuten, ist das ganze wirklich kaum gemütlich. Erster TagNach der ganzen Übernehmerei dann aber los zum segeln. Es war noch ein wenig Wind, also wollten wir schnell los. Für den späteren Tag war komplette Flaute angesagt, was zwar schön für Motorboote ist, aber eben nicht für Segler. Also in Laboe abgelegt, raus auf die Ostsee. Segel hoch und nach 30 Sekunden den ersten Schaden gefunden: Das Achterliek der Fock war auf halber Länge ausgerissen. Also Handy raus und unseren Mann in Laboe angerufen. Dann auf dem Hacken kehrt, und als wir einliefen war der Segelmacher schon da. Das hat also ganz gut geklappt. Eine gute halbe Stunde später war der Wind dann fast eingeschlafen und wir waren wieder auf der Kieler Förde. Wir und viele andere. ![]() Der Wind flaute weiter ab, so konnten wir bis etwa querab Damp2000 segeln und mussten dann den Rest motoren. Abends waren wir dann in Maasholm fest. (Uebersichtskarte) Zweiter TagAm zweiten Tag dann morgens von Maasholm ausgelaufen. Offentsichtlich mitten in der Hauptreisezeit, wie der Blick nach vorne und der Blick nach achtern Zeigen. Wir haben so noch früh morgens die Schleimündung passiert und sind raus auf die Ostsee, Kurs in Richtung Südspitze Ærø. Wieder mussten wir das letzte Stück unter Motor fahren, weil einfach kein Wind war. Die Ostsee war Spiegelglatt: ![]() Abends haben wir dann in Marstal festgemacht. Dritter TagVon Marstal dann mit wenig Wind (aber immerhin nicht garkein Wind) nach Svendborg gesegelt. Eine schöne Fahrt durch die dänische Südsee. Dabei noch eine Schwachwindrennveranstaltung unter der Brücke von Rudkøbing mit einem anderen Segler abgeliefert. ![]() Wir haben selbstverständlich als erste die Brücke passiert. Festgemacht haben wir dann in Svendborg im Handelshafen. Ein schöner Ort mit vielen Versorgungsmöglichkeiten. Vierter TagVon Svendborg sind wir weiter auf die kleine Insel Lyø über die man nicht viel sagen kann. Ist halt eine kleine Insel, und der Bäcker ist deutlich zu weit vom Yachthafen entfernt. Fünfter TagWeiter gehts nach Assens, einem großen Yacht- und Handelshafen auf Fünen. Ein nicht ganz so idyllischer Hafen, wie ich es mir vorgestellt habe, aber für eine Nacht durchaus okay. Der Weg in die Stadt ist hier etwas länger als in den meisten anderen dänischen Häfen. ![]() Aber ich finde es ja immer schön wenn in einem Hafen auch richtige Schiffe sind, und das war dank der Werft in Assens ja gegeben. Sechster TagHeute mal etwas mehr Wind und das ist die Ostsee dann auch nicht mehr die Ruhe selbst: ![]() Von Assens geht es nun auf den Rückweg, für uns ist der nächste Stop in Ærøskøbing. Dies ist, wie man mir versichert, die Perle der dänischen Südsee. Und es ist wirklich ein schönes kleines Städtchen mit einem schicken Hafen. ![]() Dort haben wir noch den obligatorischen dänischen Hot Dog am "Havne Grillen" verspeist. Siebter TagEin etwas größerer Schlag zurück nach Kiel liegt vor uns. Um das Wetter komplett zu machen hatten wir dann auch noch ein wenig Regen. Die Hoffnung auf Schauerböen wurde aber enttäuscht, wir hatten die seltenere Version mit Schauerflauten. In einer hingen wir recht lange fest, so dass wir circa eine halbe Stunde unter Motor aus dem Windloch schieben mussten. Dann ging es aber wieder voran und wir haben die ca. 45 Seemeilen von Ærøskøbing nach Laboe in ca. 10 Stunden geschafft. Übergabe und der Urlaub ist zu Ende, so schnell kann das gehen. Alle Bilder der Reise gibt es hier: http://druecke.strg-alt-entf.org/alben/segeln2005/
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